20150813/SZ/Müller: "Chemie war nicht mein Ding"

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13. August 2015, 15:26 Uhr

Thomas Müller im Interview"Chemie war nicht mein Ding"


Der Weltmeister stellt sich den Fragen von Redaktionskindern über Schule und Taschengeld.

Der Weltmeister stellt sich den Fragen von Redaktionskindern über Schule und Taschengeld.

SZ: Hallo Thomas, was wärst du geworden, wenn du nicht Fußballprofi geworden wärst?

Thomas Müller: Wahrscheinlich hätte ich irgendwas studiert nach meinem Abitur. Aber so wie es jetzt gelaufen ist, war es mir lieber (lacht).

Was war dein Lieblingsfach in der Schule? Welches konntest du überhaupt nicht leiden?

Sport war mein Lieblingsfach. Chemie war nicht so mein Ding.

In welchem Fach hattest du mal einen Fünfer?

Die ganzen Fächer fallen mir jetzt gar nicht alle ein. Aber da waren schon ein paar dabei.

Wie gut warst du im Sportunterricht?

Sehr gut. Ich habe schon immer gerne viele Sportarten gemacht.

Was machst du in deiner Freizeit?

Ich bin viel in der Natur bei unseren Pferden und auf dem Golfplatz. Abseits des Trubels genieße ich gerne die Ruhe.

Was ist dein Lieblingsessen?

 

Thomas Müller ist der Meinung, dass er als Kind zu wenig Taschengeld bekommen hat. In der Schule war er natürlich im Sport gut.

 (Foto: Grafik)

Der Schweinebraten von meiner Oma.

Wie viel unternimmst du noch mit deinen Schulfreunden?

Tatsächlich sind mir glücklicherweise einige Schulfreunde geblieben, mit denen ich gerne was unternehme. Nachdem ich mit dem Fußball viel unterwegs bin, aber hauptsächlich in der Sommer- und in der Winterpause.

Welches Fußballspiel war in deiner Karriere besonders für dich?

Am schönsten war natürlich das WM-Finale in Brasilien. Den Weltmeisterpokal hochzustemmen, ist etwas ganz Besonderes.

Wie oft trägst du privat Lederhosen?

Auf allen Anlässen, zu denen eine Lederhose passt. Nachdem ich aus dem bayerischen Oberland stamme, gibt es da schon die eine oder andere Veranstaltung. Ich trage gerne Tracht.

Wie gut warst du auf anderen Positionen, zum Beispiel als Torwart?

Als Torwart wäre ich sicherlich auch ein Talent gewesen. Ich stelle mich heute noch gerne im Training in den Kasten.

Was war deine beste Trefferquote in einer Saison?

Thomas MüllerGeboren 1989 in Weilheim, aufgewachsen in Pähl am Ammersee, spielte auch zunächst beim kleinen Verein TSV Pähl und kam aber als Elfjähriger zum FC Bayern. Und machte Karriere: 2008 das erste Bundesligaspiel, 2009 Stammspieler, 2010 Nationalspieler und Torschützenkönig der WM in Südafrika, 2013 Triple-Sieger mit Bayern, 2014 Weltmeister.

Ich glaube, 26 Tore in der Saison 13/14.

Was ist deine Lieblingsbadestelle bei dir daheim am Ammersee?

Das ist ganz geheim. Sonst finde ich ja dort keinen Platz mehr.

Was hast du dir von deinem ersten Gehalt gekauft?

Einen neuen Fernseher.

Wie hast du dich für den WM-Sieg belohnt?

Mit viel Zeit für die Familie.

Wie viel Taschengeld hast du als Kind bekommen?

Ganz genau kann ich mich nicht erinnern. Aber es war bestimmt zu wenig.

Seine Tore: Bei der WM 2010 wurde Müller mit fünf Treffern Torschützenkönig (und zum besten jungen Spieler des Turniers gewählt). Bei der WM 2014 erzielte er weitere fünf Treffer -schon jetzt steht er in der ewigen WM-Torjägerliste auf Platz acht. In diesem Frühjahr erzielte er sein 27. Tor in der Champions League - häufiger traf kein anderer deutscher Spieler in diesem Wettbewerb. In der Bundesliga hat er bisher 71 Treffer erzielt.

Sein Stil: Mit seinen Beinen, die fast so dünn sind wie Streichhölzer, schleicht er sich oft dorthin, wo ihn kein Gegenspieler erwartet. Auf dem Fußballplatz lebt Müller von seinem Instinkt, er ahnt meistens frühzeitig, Seine Trainer wo er sein sollte.

 

Schon viermal ist Thomas Müller mit dem FC Bayern Deutscher Meister geworden. Seine Karriere begann er aber zu Hause beim kleinen Verein TSV Pähl.

 (Foto: Grafik)

Seine Trainer: Der wichtigste Trainer in Müllers Karriere war der Niederländer Louis van Gaal, der sagte: "Müller spielt immer." Dann spielte Müller immer. Jüngst wollte van Gaal daher Müller auch unbedingt zu Manchester United holen. Müller sagte ab, er bleibt beim FC Bayern, bei Pep Guardiola. Der wollte ihn einst zu einem Mittelfeldspieler erziehen, gab diesen Plan aber bald auf. Guardiola begriff: Am wertvollsten ist Müller, wenn er viele Freiheiten hat.


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